St.Ingbert - einstige Industriestadt in neuem Glanz

Unweit der Universitäts- und Landeshauptstadt Saarbrücken gelegen, ist St. Ingbert die fünft größte Stadt des Saarlandes. Wie die meisten saarländischen Kommunen erlebte die Mittelstadt ihre Blütezeit ab dem 18. Jahrhundert, als sich die traditionellen Industriebranchen in den Bereichen Glas, Kohlebergbau und Stahl in der Region ansiedelten.

Doch auch nach dem Ende des Industriezeitalters sind die Spuren dieser Epoche allgegenwärtig. So zieht das Besucherbergwerk Rischbachstollen, Teil der einst ausgedehnten Steinkohlengruben von St. Ingbert, heute zahlreiche Besucher an. Daneben gilt das ehemalige Eisenwerk „Alte Schmelz“ als bedeutendstes Industriedenkmal im südwestdeutschen Raum. Der weitläufige Komplex mit seiner Arbeitersiedlungen, der Kapelle und den prunkvollen Gebäuden der damaligen Werksdirektion steht heute größtenteils unter Denkmalschutze und zeugt auf anschauliche Weise von der saarländischen Industrie- und Sozialgeschichte der vergangenen 300 Jahre. Daneben lädt St. Ingbert, umgeben von den Ausläufern des Pfälzer Waldes, zu ausgedehnten Spaziergängen ein. Ein naturbelassener Mischwald, der große Teile des Stadtgebiets bedeckt, bietet mit zahlreichen Weihern und Tümpeln, aber auch mit Naturdenkmälern, wie dem St. Ingberter „Stiefel“, einem durch Verwitterung in Schuhform erscheinenden Buntsandsteinfelsen, beliebte Ziele für Wanderer.

Auch kulturell hat die Stadt einiges zu bieten: Das Museum der Stadt zeigt neben Werken des regional bekannten Malers Albert Weisgerber auch immer wieder hochkarätige Wechselausstellungen. Im Frühjahr geben sich beim internationalen Jazz-Festival seit über 20 Jahren Stars der Musikszene die Klinke in die Hand, bevor im September Künstler aus ganz Deutschland während der „Woche der Kleinkunst“ um den Gewinn der begehrten „St. Ingberter Pfanne“ wetteifern. Mit dem Saarbrücker Staatstheater ist zudem ein renommiertes Theaterhaus in nur wenigen Minuten mit dem Auto oder dem öffentlichen Nahverkehr zu erreichen.